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Datenschutz

Logistep forscht illegal nach Downloader

Die Ausforschung von IP-Adressen in Peer-to-Peer-Netzwerken (P2P) verstösst laut dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) gegen das Schweizer Datenschutzgesetz.
blue_quad von IDG (21.01.200 8)
Hanspeter Thür, der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte
vergrößenHanspeter Thür, der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte

Im Auftrag der Musikindustrie betreibt die Schweizer Logistep Nachforschungen in P2P-Netzen, um Urheberrechtsverletzungen aufzuklären. Heimlich besorgt sich das Unternehmen die IP-Adressen mutmasslicher illegaler Downloader und sendet sie an die jeweiligen Rechteinhaber der betroffenen Werke. Die mutmasslichen Downloader erhielten in Folge Abmahnungen - unter anderem der Anwaltskanzlei Schutt & Waetke.

Laut Hanspeter Thür, dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB), verstösst diese Logistep-Vorgehensweise gegen die Grundsätze des Datenschutzgesetzes, in dem sie die Persönlichkeitsrechte eines grösseren Personenkreises verletzt. Die generelle Legitimität einer strafrechtlichen Folge von Urheberrechtsverletzungen will Hanspeter Thür allerdings nicht in Frage stellen. Innert 30 Tagen muss Logistep nun den EDÖB informieren, ob sie die Empfehlung des Datenschutzbeauftragten akzeptiert.

Januar 21, 2008 - Verfasst von panzeraffe | Pressespiegel | | 1 Kommentar

1 Kommentar »

  1. spannend und passt zum Thema

    “Im Internet geben immer mehr Nutzer – zumeist freiwillig – ihre letzte Intimität preis. Dabei sind die privaten Daten des Einzelnen mittlerweile zu einer profitablen Währung im World Wide Web geworden. Zwar werden zahlreiche Online-Dienste als kostenlose Angebote beworben – gratis sind sie deshalb allerdings noch lange nicht.1

    Längst sind die Internetnutzer mehr als nur Konsumenten; ihre privaten Daten selbst werden zur wichtigsten Ressource einer sich neu orientierenden Werbeindustrie. Über die weitergegebenen Informationen verlieren die Nutzer nicht nur vollständig die Kontrolle; vielmehr werden die Bürgerinnen und Bürger regelrecht ihrer Privatsphäre enteignet.”

    http://blaetter.de/artikel.php?pr=2766

    Kommentar von Ahasver | Januar 31, 2008

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